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Einer der jazzlegenden mit einem faszinierenden trio beim pummer in heiligenkreuz. jazz in seiner reinsten form.
3.-5.: DRUMWORKSHOP mit barry für sehr fortgeschrittene !! begrenzt auf 5 drummer und 2 tage.

BARRY ALTSCHUL’S 3DOM FACTOR

Freitag, 05. Dezember 2014; Beginn 19:00 Uhr

im Gasthaus Pummer
Heiligenkreuz im Lafnitztal, Obere Hauptstraße 11
Anreiseplan

Eintritt: 13,- | Jugendliche: 7,- | Mitglieder 10,-


die musiker:
BARRY ALTSCHUL – SCHLAGZEUG
JON IRABAGON – TENORSAXOFON
JOE FONDA – BASS


Seit langer Zeit betrat der phantasiereicheSchlaginstrumentenspieler BARRY ALTSCHUL nicht mehr die internationale Konzertszene. In den Siebziger und Achtziger Jahren war er, gemeinsam mit dem Kontabassspieler Dave Holland, Hauptdarsteller zahlreicher Aufnahmen und pulsierender Motor gewagter Gruppen wie jene von Anthony Braxton und Sam Rivers.Nun kehrt er mit einem besonders interessanten Trio zurück.

Altschul's personalized approach towards "free jazz" is inclusive of all forms, "from ragtime to no time," as the saying goes. The drummer's longstanding conversational rapport with Fonda is expressed with palpable enthusiasm, notably revealed in the spirited tempo shifts and stylistic changes of "Be Out S'Cool," a vivacious excursion accentuated by the unfettered interplay between the two veterans and their much younger partner.

Irabagon is prodigiously talented, although his chameleonic virtuosity can sometimes inadvertently seem more like ironic pastiche than creative juxtaposition. Extrapolating Altschul's tuneful melodies with subtle restraint, Irabagon delivers some of his most disciplined and inventive performances to date.

JOE FONDA ist ein Bassist der Extraklasse. Er bearbeitet den Bass mit Fingern, Daumen und Bogen, singt Melodielinien mit und arbeitet mit vollem Körpereinsatz. Hier gibt es keine Ruhephasen, rasant und schreiend ist sein Auftritt.

»Ich bin ein Schlagzeugerbassist, ich gehöre zu den Drummern.« Sagt Fonda über sich selbst. »Was mich an der Musik am meisten berührt, ist der physische Aspekt. Ich mag Körpermusik. und genau das ist es, was Schlagzeuger einem geben: Sie bringen die Musik in den Körper.

Der Bassist dreht und wendet jedes Motiv, das ihm in die Finger gerät, bis er ihm auch die letzte unerhörte Seite abgelauscht hat. Nicht zuletzt dank der Offenheit seiner eigenen Kompositionen. Oft versieht er einen Teil der Band mit unberechenbaren Unisonolinien, die von den übrigen Spielern frei umwoben oder konterkariert werden.

Der 31-jährige amerikanische Saxofonist JON IRABAGON verkörpert einen neuen Typus des Jazzmusikers: Er schert sich nicht mehr um den Streit zwischen Tradition und Avantgarde, sondern kann einfach alles – und macht dabei doch sein eigenes Ding.

Man musste ihn eine Weile gehört haben, um sein Charisma zu spüren: Wie lässig er Akkordbrechungen swingt. Wie er mit trocken intonierten Melodiewendungen die alten Meister des Cool anblinzelt. Wie er seinem Ton Hitze gibt und durch kantige Bop-Phrasen fegt. Wie er flüchtige Erinnerungen an die Klangverläufe eines Albert Ayler zur Seite wischt, indem er einen Ton überbläst, und die Musik in ganz eigene Sphären katapultiert. Irabagon wagt den Spagat zwischen instrumentaltechnischer Finesse und einer am Punk geschulten Energie, zwischen cooler Geläufigkeit in allen Facetten der Tradition und der Chuzpe, sich lässig über alle Konventionen hinwegzusetzen.

Irabagon ist ein typischer Vertreter einer neuen Generation von Jazzmusikern, die nach Wegen jenseits der alten Gegensatzpaare sucht – hot oder cool, schwarz oder weiß, Tradition oder Moderne. All das ist für ihn nicht mehr relevant.